der Flut 2002, Hochwassers 2006 und der Flut 2013

Die genannten Pegelwerte wurden 2013 bestätigt.

  • Unsicherheit

    • ... das größte Problem in einer Krisensituation. Informationen sind nie so sicher,  wie Sie diese im Augenblick benötigen, aber Sie werden sich entscheiden müssen!

    • Wenn die Meßstellen von Elbe und/oder Moldau auf den Karten von großflächig blinken und mit den nachfolgenden Markierungen versehen sind unbedingt weitere Informationen einholen und Beräumung rechtzeitig vorbereiten.
      3 (Alarm)  =  3 (Alarm)
      AusrufezeichenPunkt3 (Extremhochwasser)  =  3 (Extremhochwasser)
      Anstieg des Wasserpegels ähm mehr oder 30 cm in 3 Stunden  =  Anstieg des Wasserpegels von mehr als 30 cm in 3 Stunden

  • Informationen im Themenstadtplan

    • Aufruf der Interaktiven Karten

    • "Stadtraum, Umwelt und Hochwasser" anklicken

    • ->Hochwasser-->Elbe-potentiell überschwemmte Flächen oder Hochwasserereignisse (real überschwemmte Flächen von 1845 bis 2013) auswählen

  • Sperrungen & Öffentliche Verkehrmittel

    • Die Werte beruhen auf den Erfahrungen von 2002 und wurden 2006 und 2013 ergänzt bzw. bestätigt.

    • Sperrung der Zufahrten und damit auch für öffentliche Verkehrsmittel bei Pegel Dresden von etwa

      • 5,00m Einstellung Fähren zu erwarten

      • 7,10m Sperrung "Blaues Wunder" (zwischen Albertbrücke und Pirna steht keine Elbquerung zur Verfügung)

      • 7,20m Einstellung Straßenbahnverkehr nach Laubegast zu erwarten

      • 7,40m - Sperrung Alttolkewitz

      • 7,50m - Sperrung Lockwitzbachbrücke

      • 8,00m - Sperrung Salzburger Str., bei gleichzeitigem Hochwassers des Flutgrabens (Lockwitzbach) sind frühere Sperrungen durch Überlaufen des Grabens möglich (Ergänzung 2013)

      • 8,30 m - Sperrung Leubener Str.

      • Durch Sandsackverbau können sich diese Werte um ca. 20 cm erhöhen, beim Hochwasser 2013 erfolgte dies nur im Bereich der Lockwitzbachbrücke.

      • Leubener- und Salzburger Str. können zusätzlich durch den Niedersedlitzer Flutgarben überflutet werden (niedrigere Werte möglich).

      • Informationen der DVB beachten!

  • Ausweis

    • Personalausweis immer mitführen.

  • Wasser

    • Hochwasser zerstört alles, was damit in Berührung kommt. Reinigung nur mit Hochdruckreinigern und Sonderverfahren möglich und nur im Ausnahmefall sinnvoll!

  • Insel

    • Spätestens ab Pegel Dresden 8,30m wird Laubegast zur Insel.

    • Der Zugang kann durch Einsatzkräfte verhindert werden.

  • Freiwillige Evakuierung

    • Bei einer freiwilligen Evakuierungsmaßnahme handelt es sich um Empfehlung, ein bestimmtes Gebiet bis zu einem bestimmten  Zeitpunkt  freiwillig  zu  verlassen, einhergehend mit dem Angebot  auf  Hin-  und  Rücktransport sowie Unterbringung durch die untere BRK-Behörde.

    • Der Zutritt zu den evakuierten Gebieten ist denjenigen, die vom Angebot auf freiwillige  Evakuierung  Gebrauch gemacht  hatten,  während der Dauer der Evakuierung  jederzeit  möglich,  wobei  durch Polizeikräfte sichergestellt wird,  dass  (neben  Einsatzkräften)  nur  solche Personen die Grenzen der Evakuierungsgebiete  passieren konnten, die nachweislich in den betreffenden Gebieten wohnen (Ausweiskontrolle).

  • Höhen

    • Die maximale Höhendifferenz von Laubegast liegt bei 4m. Die Höhen liegen meist zwischen 112,0m bis 115,0m über NN.

    • Zum Vergleich, die Kreuzung Laubegaster Ufer/Rudolf-Zwintscher-Str. hat eine Höhe von ca. 111,5m und wird bei ca. 6,50m Pegel Dresden überflutet.

    • Genauer sind die  Hochwasserkarten der Landeshauptstadt, also rechtzeitig informieren.

  • Fahrzeuge

    • Fahrzeuge sind nur außerhalb von Laubegast sicher, rechtzeitig wegfahren

  • Beräumung

    • Keller und/oder Erdgeschoß rechtzeitig und vollständig in Abhängigkeit der Pegelprognose beräumen, solange Hilfskräfte zur Verfügung stehen. Hilfskräfte ggf. über soziale Medien anfordern

    • Achtung, Prognosen sind in Höhe und Zeitpunkt unsicher! Nur sicher Quellen nutzen (siehe Aktuelle Werte).

  • Informationen

    • Die besten Informationsquellen zu den  Fluten 2002 und 2013 waren MDR, Radio Sachsen (Regionalinformationen zur halben Stunde) sowie Sender Dresden 103,5

  • Pegel & NN-Höhe

    • Nullmarke Pegel Dresden entspricht 102,73 m über NN

    • Der Pegel Laubegast weicht vom Pegel Dresden ab.

  • Sandsäcke

    • Der Einsatz von Sandsäcken ist nur zur Sicherung von Gebäuden sinnvoll, das Abriegeln von Straßen zur Elbseite bringt meist nur kurzzeitige Effekte. Sandsackdämme am Elbarm haben 2013 größere Schäden in diesem Bereich vermieden.

  • Evakuierung

    • Gefährdete Gebiete werden evakuiert! Rechtzeitig wichtige Gegenstände und Unterlagen bereitlegen.

    • Auf eine rechtzeitige Alarmierung sollte man sich nicht verlassen. Selbst informieren. Einstützpunkt der Feuerwehr ist bei Hochwasser auf dem Kronstädter Platz.

    •  Sirenen werden zur Information der Bevölkerung nicht eingesetzt. Sirenen werden nur bei akuten Gefahren, wie Dammbrüchen, eingesetzt.

  • Grundwasser

    • Ein plötzlicher Anstieg ist parallel zum Anstieg der Elbe in ganz Laubegast zu erwarten.

    • Der Pegel Donathstr. ist für den Süd-West-Bereich von Laubegast nicht repräsentativ!

    • Ab ca. 8,00m Pegel Dresden treten im Süd-West-Bereich von Laubegast Grundwassereinbrüche in die Keller auf, das Grundwasser wird in Senken, z.B. Garagenhof Steirische-/Salzburger Str., sichtbar!

    • Grundwasser kann bereits vor dem Oberflächenwasser eindringen. Geschützte sind nur Gebäude mit Weißer Wanne (Gefahr des "Aufschwimmens" beachten), solange das Wasser nicht von oben eindringt.

    • beim Hochwasser 2013 stand in den Senken im westlichen Bereich (Salzburger Str.- Berchtesgadner Str.) ca. 1m Grundwasser, die Keller wurden von Grundwasser überflutet, die Elbe erreichte diesen Bereich nicht.

  • Strömendes Wasser

    • Das öffnen von Türen gegen strömendes Wasser ist, wenn überhaupt, nur mit extremen Kraftanstrengungen möglich, Lebensgefahr in Kellern!

    • Das Überqueren von überfluteten Straßen kann bereits bei Wassertiefen von ca. 30 cm sehr problematisch sein, wenn die Strömung stark ist (Achtung, Untergrund ist verschlammt- Rutschgefahr)!

  • Kanal- und Schleusendeckel

    • Deckel können durch den Wasserdruck angehoben und zur Seite gespült werden.

    • Bei Überflutung ist dies nicht erkennbar.

    • Absturzgefahr!

  • Energieversorgung & Heizung

    • Die Stromversorgung wird in überfluteten Gebieten unterbrochen, im Winter steht somit auch keine Heizung zur Verfügung.

    • Die Stromversorgung wird unterbrochen bevor das Wasser das Haus erreicht!

    • Heizungsanlagen befinden sich im Regelfall im Keller, bei Überflutung können Tage bis Wochen vergehen bis die Anlage repariert oder ersetzt wird.

    • Elektroanlagen können auch bei einer Flutung des Kellers noch unter Spannung stehen, es besteht Lebensgefahr!

    • Wenden Sie sich sofort an die DREWAG, wenn das Gebäude bei Wassereintritt noch nicht abgeschaltet wurde.

    • Die Zuschaltung des Stroms erfolgt nur, wenn der Keller trocken ist und die Elekroanlage überprüft wurde!

  • Abwasser

    • Wasser in Kellern kann mit Abwasser versetzt sein, Infektionsgefahr.

  • Kommunikation

    • Telefone können auch bei Stromausfall noch funktionieren, müssen aber nicht, ISDN oder Anlagen benötigen Strom.

    • Das Handys funktionieren sollte man nicht annehmen, spätestens beim Laden gibt es ein Problem.