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Stdbez.-Beirat 06.11.2019
 

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Notizen zur Beratung des Stadtbezirksbeirates Dresden Leuben am 06.11.2019 (öffentlich)
 
In der Beratung wurde in den Tagesordnungspunkten 2. und 3. das Konzept "Dresdner Altelbarm – zwischen Zschieren und Tolkewitz: Konzept zur hochwasserangepassten Gestaltung" und die Ergebnisse der hydraulischen Untersuchungen der TH Nürnberg vorgestellt.

Herr Seifert (Umweltamt) informierte anhand einer Präsentation. Der Rettungsweg bildet im Weiteren den Schwerpunkt.

 

Gärten im Altelbarm

 

Wie in der o.g. Konzeption dargestellt, war es das Ziel, die Abflussbedingungen im Altelbarm zu erhalten und Voraussetzungen zu schaffen, bei Maßnahmen im oder am Altelbarm die Potentiale zur Verbesserung der Abflusssituation zu erschließen.

Das o.g. Konzept geht objektgenau auf die Gärten ein. Im Kernbereich (überwiegend Mitte Altelbarm) soll es keine Gärten geben, denkbar sind Grabeflächen analog Kaditz. Gemeinsam mit den Gartengemeinschaften sollen Lösungen erarbeitet werden. Grob geschätzt sind 80% der Gärten nicht oder nur geringfügig betroffen. Ziel ist es, die Durchlässigkeit der Gärten im Hochwasserfall zu verbessern. Als Beispiel wurden u.a. der Rückbau eines ca. 50m langen Sichtschutzes genannt. Details sind in den Dokumenten Bericht, Handlungsansätze und Gestaltungsplan dargestellt

 

Rettungsweg Salzburger Straße

 

 

Die TH Nürnberg hat die hydraulischen Bedingungen im Altelbarm modelliert. Die Höherlegung der Salzburger Str. wurde in verschiedenen Varianten untersucht. Die Salzburger Str. muss auf mindestens 120m aufgeständert bzw. als Brückenbauwerk ausgebildet werden. Dämme würden zu einem Anstieg des Pegels in anderen Bereichen um ca. 50cm führen. In der Präsentation wurde auf zwei Folien der Ausbau der Salzburger Straße gezeigt. Kernstück ist eine 300m lange Brücke mit einer maximalen lichten Höhe von 3,50m über den Altelbarm. Diese soll die Abschnitte auf Laubegaster und Dobritzer Seite in gerader Linie verbinden. Der Unersuchungsbereich geht von der Hallstädter Straße bis zur Pirnaer Landstraße. Neben der Straße sind Fuß- und Radwege vorgesehen. Die Aussage, "der Rettungsweg ist eine anspruchsvollen Maßnahme", ergibt sich aus der Länge des Brückenbauwerkes. Es wurde darauf hingewiesen, dass dies das erste große Brückenbauwerk nach der Waldschlösschenbrücke sein wird.

Konzepte zur Nutzung der Brücke im Hochwasserfall und zur Evakuierung sind mit anderen Partnern, z.B. Feuerwehr, noch zu erarbeiten.

 

Die Maßnahme Brücke Salzburger Straße hat Berührungspunkte mit den Maßnahmen:

  • Blaues Band (Erholungs- und Grünbereich vom Geberbach bis zur Elbe, eingeschlossen Teile des Altelbarmes)

  • Hochwassermaßnahme Rekonstruktion Wehlener-/Österreicher Straße, einschließlich Entlastungsstraße (Aussage hierzu: diese ist unverzichtbar)

Die Brücke Salzburger Straße hat den Vorteil, dass es keine Konflikte mit den anderen Maßnahmen gibt und diese unabhängig voneinander geplant werden können.

Für die Maßnahmen wurden folgende Realisierungszeiträume genannt:

 

- M30 (Hochwasserschutz Altelbarm, unweit Toom)   ab 2021

- Hochwassermaßnahme Wehlener-/Österreicher Straße  2021/2022

- Blaues Band  2023/2025

- Rettungsweg Salzburger Straße  ab 2025

 

Der in den Medien genannte Zeitrahmen, Fertigstellung des Rettungsweges in frühestens 10 Jahren, resultiert aus Erfahrungswerten bei ähnlichen Maßnahmen, mit einer Verdopplung der geplanten Zeiten.

 

Alle Parteien und das Umweltamt haben sich für die Realisierung des Rettungsweges ausgesprochen. Herr Lämmerhirt (Ortsamtsleiter Dresden Leuben) appellierte an die Stadträte, die Mittel für den Rettungsweg fristgemäß einzuplanen.

 
Interessierte Laubegaster haben nochmals am 13. November 2019 (17.30 Uhr, Ortsamt Stadtbezirksamt, Ratssaal, Naumannstraße 5) die Möglichkeit, sich in der Beratung des Stadtbezirksbeirates Blasewitz persönlich zu informieren.

Letzte Bearbeitung: 19.11.19 20:08

 

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Stand: 14. November 2019

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