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2021 KIT Befragung
 

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Forschungsprojekt der KIT - Forschungsuniversität in der Helmholz-Gemeinschaft - „Befragung Laubegast – Mobil trotz Hochwasser“

Hochwasser 2013 Pegel 8,40m  weitere Bilder

Befragung 2019

 

Erste Ergebnisse 2021

 

 

Kopie der Webside vom 28.02.2021

als A4 PDF

Anmerkungen zu den ersten Ergebnissen von Februar 2021:

Grundlage der Untersuchung ist der Scheitelpegel des Hochwassers 2013 von 8,76m.

 

Die Leubener Straße ist bereits bei einem Pegel von 8,40m nur noch mit Militärischen- und Amphibienfahrzeugen befahrbar. Für Radfahrer oder Fußgänger ist es bei diesem Pegel bereits höchst riskant. Andere Wege nach Laubegast gibt es nicht.

Die Ergebnisse sind deshalb verwunderlich, allerdings sind sie in zwei Punkten eindeutig.

Die Frage, sind die Verkehrsverhältnissen bei Hochwasser ausreichend, wird nur von 5% mit "Trifft zu" beantwortet. 63% antworten eindeutig mit "Trifft nicht zu".

92% schätzen die Hochwassergefahr als "Mitte" bis "Hoch" (55%).

Die Forderung nach dem Ausbau der Salzburger Straße als Rettungsweg ist damit nochmals untermauert. Allerdings wird dies, wenn überhaupt, erst in 10 Jahren kommen.

 

 Ansonsten ist dem nachfolgenden offenen Brief von 2019 nichts hinzuzufügen.


Offener Brief von 2019:

 

An die Verfasser der „Befragung Laubegast – Mobil trotz Hochwasser“ der KIT - Forschungsuniversität in der Helmholz-Gemeinschaft

 

Das Klima verändert sich. Ob menschengemacht oder natürlichen Ursprungs, für Laubegast erhöht sich das Risiko eines extremen Hochwassers.

Das Thema Mobilität bei Hochwasser ist den Laubegastern sehr wichtig. Deshalb kämpfen sie seit vielen Jahren um den Ausbau der Salzburger Straße zum Rettungsweg. Über den Altelbarm ist nunmehr eine Brücke mit einer Länge von 300m geplant. Die Realisierung wird aber noch viele Jahre in Anspruch nehmen.

Ihre Umfrage wird nicht den erwarteten Erfolg bringen. Sie haben die falschen Ansätze und stellen die falschen Fragen. Warum haben Sie vor dem Erstellen des Bogens nicht mit Betroffenen gesprochen, welche die Hochwasser 2002 und 2013 erlebt haben?

 

Situation in Laubegast bei Hochwasser

 

Ab einem Pegel von ca. 7m beginnen die sukzessiven Abschaltungen der Energieversorgung und Kommunikationsnetze.

Bei einem Pegel von 7,20m wird der ÖPNV eingestellt. Bis zum Pegel von 8,20m ist Laubegast nur noch per Fahrrad und PKW erreichbar. Allerdings sind zu diesem Zeitpunkt die Gebäude zwischen Elbe und Österreicher Straße bereits überflutet.

 

Bei Pegel 8,30m ist die letzte Verbindung (Leubener Straße) überflutet. Laubegast ist eine Insel.

 

2002 und 2013 wurden zeitweise Verbindungen zuerst mittels LKW, später mit Booten und Amphibienfahrzeugen eingerichtet. Ob, wann und wo Möglichkeiten bestehen, Laubegast  zu erreichen bzw. verlassen, wurde nicht veröffentlicht.

 

Wer sich für einen Verbleib in Laubegast entschlossen hat, musste darauf gefasst sein

·         ohne Energie

·         ohne Kommunikation

·         ohne Arzt/Pflege

·         ohne Lebensmittelnachschub

vom Wasser für eine unbestimmte Zeit eingeschlossen zu sein.

 

Damit erübrigen sich Fragen nach der Nutzung von Verkehrsmitteln für Arbeits-, Versorgungs- und Freizeitwege. Es gibt keine!

 

Ab einem Pegel von 7m stehen die Laubegaster vor der Frage, wie hoch wird das Wasser steigen und wie kann ich mein Leben organisieren. Besonders schwierig ist die Situation für Ältere und Familien mit Kindern.

 

Es stellt sich die Frage, wo man für mindestens drei Tage unterkommt:

·         bei Angehörigen oder Freunden

·         in Hotels und Pensionen außerhalb von Dresden (in Dresden gibt es in so einer Situation keine freien Kapazitäten)

·         in Notunterkünften

 

Die Frage, wie erreicht man Arbeitsstelle, Schule und anderes bezieht sich dann nicht mehr auf Laubegast sondern auf die Ausweichstandorte.

 

Die Rückkehr kann nach Tagen oder Wochen erfolgen und hängt davon ab:

·         Wie groß sind die Schäden an Gebäude und Wohnraum.

·         Wann wird die Energieversorgung wieder hergestellt und ist die Heizung ggf. wieder nutzbar.

·         Sind die Straßen wieder befahrbar oder kann man Laubegast nur zu Fuß erreichen.

·         Ist das Grundwasser so weit gesunken, dass es nicht mehr in die Gebäude eindringt.

 

Ihre Fragen kann man sehr schnell beantworten:

 

Laubegaster nutzen der Lage wegen eine Mischung aus ÖPNV, PKW und Fahrrad, in seltenen Fällen auch Carsharing.

Dabei ist unerheblich wie oft, wie weit und an welchen Wochentagen die Wege zurückzulegen sind.

Die ÖPNV Anbindung ist gut, ausgenommen an den Wochenenden.

 

Bei Hochwasser steht nicht die Frage nach dem „vermuteten Weg“, sondern nach einer Wohnmöglichkeit außerhalb von Laubegast.

 

Wegen der falschen Fragestellung ist zu befürchten, dass aus den ermittelten Daten ein völlig falsches Bild abgeleitet wird.

 

Ausführliche Informationen zum Thema Hochwasser und Mobilität finden Sie auf meiner Internetseite laubegst-online.de.

 

copyright © Renner Dresden

Stand: 26. Oktober 2021

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